Wer Jan Grashof, Kunst

Autor
Jan Grashof studierte molekulare Neurobiologie. Kurz vor Abschluss der Promotion nahm er eine 180-Grad-Wende und fasste den Entschluss, sich komplett der Literatur zu widmen. Die Bandbreite seiner Texte reicht von der Belletristik über die Dramatik (Theater und Oper) bis hin zu Drehbüchern für Film und Fernsehen. Mit der satirischen Kurzgeschichte »Bunkergang« gewann Grashof 2015 den Wettbewerb »Der zerstörte Ort« des Düsseldorfer Schauspielhauses. Außerdem ist er Mitbegründer des LiFFT-Festivals (Literatur im FFT), für das er regelmäßig eigene und fremde Stücke inszeniert. Jan Grashof lebt in Köln.

www.jangrashof.de




Artist Mission: Elemente einer Sprache des Alter(n)s



Wann beginnt das Altern? Altern wir nur in der Fremdwahrnehmung oder auch in unserer eigenen Wahrnehmung? Ist der Begriff des »Alterns« absolut oder relativ?

Auf der bevorstehenden literarischen Expedition sollen die Zeichen, mit denen wir das Alter(n) zu begreifen suchen, aufs und ins Spiel gesetzt werden. Die Fragen, die uns leiten, sind intim, aber relevant für die Allgemeinheit. Wir wollen versuchen, die sprachliche, metaphorische und persönliche Vielschichtigkeit unserer größten Gemeinsamkeit zu verstehen.

Die Basis der literarischen Arbeit bilden die Erkenntnisse, die in drei Phasen gewonnen werden:

Phase 1: Spezifisch ausgewählte und arrangierte Fragen zum Themenkomplex des Alter(n)s werden auf digitalem und analogem Weg als Fragebogen verteilt. Die erhofften Antworten von Menschen aller Altersklassen liefern den Grundstoff für eine gesellschaftliche Sichtweise auf das Alter(n).

Phase 2: Die zweite Phase basiert inhaltlich auf einer interaktiven Gruppenarbeit im Rahmen der geplanten Workshops, bei der Bürgerinnen und Bürger in Kleingruppen in einem vorbereiteten Parcours intime Begegnungen mit dem Alter(n) machen.

Phase 3: Mit den aus den ersten beiden Phasen gewonnenen Werten und Erkenntnissen geht es schließlich in die literarische Auseinandersetzung und die mediale Umsetzung.




Workshop



Leben: Eine Erzählanleitung
Freitag 17.09.2022, 19.00 – 21.00 Uhr
Samstag, 18.09.2021, 11.00 – 13.00 Uhr
Theatermuseum Düsseldorf, Jägerhofstr. 1, 40479 Düsseldorf

Erst durch das Erzählen wird aus der Abfolge von Ereignissen eine Geschichte. Dies gilt auch für die Geschichten, die wir uns und anderen über unser Leben, unsere Erlebnisse, unser Selbst erzählen. Unsere Leben sind Erzählungen. Das machen wir uns viel zu selten bewusst. Und noch seltener sehen wir, dass diese »Lebensgeschichten« nicht festgeschrieben sind. Sie lassen sich verändern, neu erzählen, neu konstruieren. Der Workshop kombiniert Methoden der narrativen Psychologie mit Techniken des Storytellings. Indem wir lernen, unsere Geschichten bewusst zu entwerfen, können wir neue Perspektiven auf unsere Vergangenheit einnehmen – und nicht zuletzt auch zum Autor unserer Zukunft werden.

Aspekte: Narrative Identität


Anmeldung




Jan Grashof hält einen Vortrag beim Symposium Osaka